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KlimaKonzept.NRW

Maßnahmen in der Praxis

An welcher Stelle aber fängt man mit der Umsetzung des eigenen Energie- und Klimaschutzkonzeptes an? Wir stellen Ihnen einige Möglichkeiten vor, die mit Investitionen in ganz verschiedenen Größenordnungen verbunden sind. Allen gemeinsam ist, dass sie zu einer kontinuierlichen Verbesserung der Energie- und CO2-Bilanz beitragen und die Kosten senken können.

Anpassung an den Klimawandel in NRW: Selbst-Check für Einrichtungen und Institutionen

Die Folgen des Klimawandels können durch Stürme, Starkregenereignisse aber auch die Veränderung der Durchschnittstemperatur Auswirkungen auf die Handlungsfähigkeit einer öffentlichen Einrichtung haben. Die Ver- und Entsorgungsinfrastruktur kann beeinträchtigt sein, Mitarbeitende können ihren Arbeitsplatz nicht erreichen oder der gesamte Standort könnte beispielsweise hochwassergefährdet sein. Im Rahmen des Programms KLIMZUG - Klimawandel in den Regionen wurde mit ADAPTUS ein kostenfreier Klima-Check für Unternehmen entwickelt. Ein weiteres Tool zum Management von Klimarisiken stellt kostenfrei das Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zur Verfügung. Der BMWi Klimacheck richtet sich an mittelständische Unternehmen des produzierenden Gewerbes, kann aber auch in anderen Geschäftsbereichen oder öffentlichen Einrichtungen Anwendung finden.


Nachhaltige Energieeffizienz durch sensibilisierte und motivierte Mitarbeiter

Energiebewusstes Nutzerverhalten am Arbeitsplatz?! Wenn viele sich zusammentun, die alle ihren individuell kleinen Beitrag zur Reduzierung des Energieverbrauchs leisten, kann man in einem Unternehmen viel bewegen. Die Einsparpotenziale durch sensibilisierte und motiviere Mitarbeiter belaufen sich im Bereich Strom auf drei bis zehn Prozent; im Bereich Wärme sind Einsparungen von bis zu 20 Prozent erreichbar. Energie sparen, ohne auf Arbeitsmöglichkeiten und Komfort zu verzichten?! Das wollte man an der Universität Freiburg erreichen. Neben kleineren technischen Lösungen zur Vermeidung von Standby-Verbrauch setzte man auf Psychologie. Handlungsempfehlungen, Erinnerungsschilder am Lichtschalter, Wettbewerbe und Umwelttage bewirkten ein verändertes Nutzerverhalten.


Schritt für Schritt zur Klimastrategie

Energiecontrolling, Benchmarking und ein Emissionsbericht sind nur die ersten Schritte auf dem Weg zur Klimastrategie eines Unternehmens. Die Abschätzung zukünftiger Klimarisiken, die Identifizierung und Durchführung von CO2-Minderungsmaßnahmen / Klimaneutralitätsmaßnahmen oder auch ein entsprechendes CO2-Management im Rahmen des EU-Emissionshandels – all das gehört zu einer langfristigen Klimastrategie. Die Grundlagen für ein einheitliches Klimastrategieberichtswesen sind fachlich fundiert im aktuellen Leitfaden ‚Vom Emissionsbericht zur Klimastrategie‘ aufgearbeitet.


Heizungsoptimierung für Bestandsgebäude

In vielen Gebäuden tun häufig noch alte und ineffiziente Heizungen ihren Dienst. Sie gegen hocheffiziente Brennwerttechnik auszutauschen hilft bei der Reduzierung von CO2-Emissionen. Auch die optimale Einstellung der Leitsysteme ist wichtig. Durch verschiedene, z.T. simple und kostengünstige Maßnahmen, wie der Einstellung der Vorlauftemperatur am zentralen Regler oder dem Einbau elektronisch geregelter Pumpen kann der Stromverbrauch der Pumpen um bis zu 95 % gesenkt werden. Dies kann in Bürogebäuden zur erheblichen Verringerung strombedingter Emissionen führen.


Beleuchtungscheck im Büro

Die Beleuchtung kann in Büros bis zu 50% des Stromverbrauchs ausmachen. Das richtige Licht im Büro steigert zudem das Wohlbefinden der Mitarbeiter. Mit dem richtigen Lichtdesign haben sie einen verbesserten Beleuchtungskomfort und können sowohl Kosten als auch CO2-Emissionen einsparen.


Strom sparen im Büro

Böse Falle: Viele elektrische Geräte verbrauchen auch dann Strom, wenn sie ausgeschaltet sind und nur noch der Stecker in der Steckdose ist - häufig gilt das für PC und Monitor. In den Geräten versteckte Transformatoren ziehen auch dann noch Strom, wenn die Geräte vermeintlich ganz ausgeschaltet sind. Das ist bei vielen PC-Rechnereinheiten und Monitoren der Fall. Deshalb gilt: Nach Arbeitsende alle Geräte grundsätzlich am besten über eine abschaltbare Steckerleiste vom Netz trennen.


Mobilitätsmanagement

Mobilitätsmanagement ist ein Ansatz zur Beeinflussung der Verkehrsnachfrage mit dem Ziel, den Personenverkehr effizienter, umwelt- und sozialverträglicher und damit klimagerechter zu gestalten. Betriebliches Mobilitätsmanagement bietet Mitarbeitenden durch Maßnahmen aus den Bereichen Information, Kommunikation, Motivation, Koordination und Service Optionen, ihr Mobilitätsverhalten und ihre Einstellungen zur Mobilität zu verändern. Dabei übernehmen Akteure, wie Einrichtungen oder Verwaltungen, Verantwortung für den von ihnen verursachten Verkehr und kooperieren mit Kommunen, Verkehrsbetrieben und -anbietern.


Ökostrom

Ökostrom ist nicht gleich Ökostrom: Das Öko-Institut e.V. hat im Rahmen der „EcoTopTen“-Initiative Ökostrom Anbieter untersucht und anhand strenger Kriterien bewertet. Neben hoher Qualität, angemessenem und bezahlbarem Preis sowie Sozialverträglichkeit, wird auch ein ökologischer Zusatznutzen gefordert. Dies ist dann der Fall, wenn die Erlöse aus dem Verkauf des Ökostroms den Bau von Neuanlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien mitfinanzieren. Die Anbieter sind zudem verpflichtet rund ein Drittel des verkauften Ökostroms aus Erneuerbare Energien-Anlagen beziehen, die nicht älter als 6 Jahre sind. So soll der stetige Ausbau Erneuerbarer Energien-Anlagen gefördert werden. Auf der Projektseite ist eine Liste der empfohlenen Ökostromanbieter veröffentlicht.


Klimaneutraler Druck

Jedes Drucken verursacht CO2-Emissionen, ebenso die Herstellung des benötigten Materials, wie z.B. Papier und Farbe. Ein erster und einfacher Schritt ist der bewusste Umgang mit Druckerzeugnissen. Einige Aufgaben können auch digital gelöst werden. Das Ziel sollte sein, nur die wirklich notwendigen Unterlagen auszudrucken. Beim „klimaneutralen Drucken“ werden die dabei entstehenden Emissionen abgeschätzt und mittels Klimaschutz-Zertifikaten kompensiert.


Die letzte Möglichkeit: Kompensation

"Vermeiden - vermindern - kompensieren" ist die Kurzformel für klimaneutrales Vorgehen. Erste Option sollte immer sein, den Ausstoß von Treibhausgasen zu vermeiden oder soweit möglich zu reduzieren. Wenn aber CO2-Emissionen weder vermieden noch reduziert werden können, greift noch die Möglichkeit der freiwilligen Kompensation über die finanzielle Unterstützung von Klimaschutzprojekten. Die Menge der freigesetzten Emissionen wird ermittelt und durch gezielte Investitionen in Klimaschutzprojekte ausgeglichen. Die Kompensation erfolgt meist durch den Ankauf von CO2-Zertifikaten.


 

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Unser E-Mail-Rundbrief über aktuelle Themen, die im Rahmen des Projektes KlimaKonzept.NRW oder auch grundsätzlich bei allen Bemühungen zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung in Institutionen hilfreich sein können. Der Bezug ist kostenlos.