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KlimaKonzept.NRW

Hintergründe und Ziele

Einen Bestandteil des Klimaschutzgesetzes, das der nordrhein-westfälische Landtag am 23. Januar 2013 verabschiedet hat, hat sich die Landesregierung selbst zu Eigen gemacht: Bis zum Jahr 2030 soll die Landesverwaltung klimaneutral arbeiten. Ebenfalls aktiv sind die Kommunen, die Klimaschutzkonzepte erstellen lassen oder Klimaschutzmanager eingestellt haben. Das Projekt KlimaKonzept.NRW richtet sich nun an diejenigen  öffentlichen Stellen, die weder zur Landesverwaltung zählen noch in kommunaler Trägerschaft liegen. Sie sollen bei der Entwicklung eines Handlungskonzeptes zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung unterstützt und begleitet werden.

Die Landesregierung möchte das Land Nordrhein-Westfalen zum Vorreiter beim Klimaschutz machen. Bereits im Juni 2011 hatte die Regierung beschlossen, die Gesamtsumme der Treibhausgasemissionen in NRW bis 2020 um mindestens 25 Prozent gegenüber dem Niveau von 1990 zu reduzieren, bis 2050 um mindestens 80 Prozent. 2013 folgte dann das Gesetz zur Förderung des Klimaschutzes. Das Vorhaben ist ehrgeizig – als Industrieland mit der dichtesten Forschungslandschaft in Europa und innovativen Unternehmen hat NRW jedoch auch das Rüstzeug, um effektiv und nachhaltig Klimaschutz zu betreiben.

Im Projekt „KlimaKonzept.NRW“ soll in groben Zügen eine CO2-Bilanzierung erstellt werden, die sich an den Grundsätzen des „Green House Gas Protocols“ orientiert und daher eine transparente und standardisierte Berichterstattung ermöglicht. Die entsprechende Übertragung in eine europäische Norm findet sich in der DIN EN ISO 14064-1.

Klimaschutzgesetz

Im Januar 2013 wurde von der Landesregierung das Gesetz zur Förderung des Klimaschutzes in Nordrhein-Westfalen verabschiedet. Beim Erreichen der Klimaschutzziele des Landes kommt der Steigerung des Ressourcenschutzes, der Ressourcen- und Energieeffizienz, der Energieeinsparung und dem Ausbau der Erneuerbarer Energien besondere Bedeutung zu. Die im Gesetz festgeschriebenen Klimaschutzziele sehen vor, die Gesamtsumme der Treibhausgasemissionen bis 2020 um mindestens 25 Prozent zu senken, bis 2050 um mindestens 80 Prozent gegenüber dem Niveau von 1990. Neben der Emissionsminderung sind Klimafolgenanpassungen im Gesetz verankert.


Wer sind die "anderen öffentlichen Stellen"?

Laut Klimaschutzgesetz NRW sind zwei Gruppen von den Regelungen angesprochen: Zum einen der Aufsicht des Landes unterstehende juristische Personen des öffentlichen Rechts und deren Vereinigungen, soweit es sich nicht um kommunale Zweckverbände oder kommunale Anstalten oder Selbstverwaltungsorgane der Wirtschaft oder beruflicher Angelegenheiten handelt. Und zum anderen juristische Personen des Privatrechts (Gesellschaften und Stiftungen), bei denen das Land oder die vorstehend genannten Stellen einen bestimmenden Einfluss haben (Klimaschutzgesetz NRW § 2 (2)).


Was sollen die "anderen öffentlichen Stellen" tun?

Die anderen öffentlichen Stellen haben eine Vorbildfunktion beim Klimaschutz insbesondere zur Minderung der Treibhausgase, zum Ausbau der Erneuerbaren Energien sowie zur Anpassung an den Klimawandel. Sie stellen – erstmals innerhalb von zwei Jahren nach Inkrafttreten des Klimaschutzgesetzes NRW – eigene Klimaschutzkonzepte auf. Wichtig: Die anderen öffentlichen Stellen setzen die Vorgaben des Klimaschutzplans um, sofern diese verbindlich werden (Klimaschutzgesetz NRW § 5).


Klimaschutzplan

Der Klimaschutzplan ist die Road Map für die Klimaschutzpolitik made in NRW und das zentrale Instrument, um die ehrgeizigen NRW-Klimaschutzziele zu erreichen. Der Landtag hat am 17. Dezember 2015 den ersten Klimaschutzplan für Nordrhein-Westfalen verabschiedet. Der mit breiter Öffentlichkeitsbeteiligung erstellte Plan enthält rund 154 Maßnahmen für den Klimaschutz und weitere 66 zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Er konkretisiert damit die Strategien und Maßnahmen, mit denen die Ziele des NRW-Klimaschutzgesetzes erreicht werden sollen.


Green House Gas Protocol: Standard für die Kimaberichterstattung

Das Projekt Protokoll ist ein neutrales und umfassendes Werkzeug für die Erfassung von Treibhausgas-Emissionen von Projekten. Das Green House Gas Protocol liefert Standards und Anleitungen für die Erhebung der Treibhausgase von Unternehmen und Organisationen.


CO2-Fußabdruck und DIN EN ISO 14064-1

Mit dem CO2-Fußabdruck oder Corporate Carbon Footprint (CCF) werden die Treibhausgase einer Organisation in einem bestimmten Zeitraum innerhalb definierter Systemgrenzen erfasst. Die Norm DIN EN ISO 14064-1 beschreibt von der Festlegung der Systemgrenzen bis hin zur Dokumentation alle notwendigen Teilschritte für die Erfassung des unternehmenseigenen CO2-Fußabdrucks.


 

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